NEIN zur Individualbesteuerung
Die geplante Individualbesteuerung klingt modern, benachteiligt aber viele Familien. Ehepaare
mit einem Hauptverdiener würden stärker belastet. Statt echter Wahlfreiheit schafft das Modell
neue Ungerechtigkeiten und mehr Bürokratie. Künftig müssten Ehepaare zwei statt nur eine
Steuererklärung ausfüllen. Für die Bearbeitung der 1,7 Millionen zusätzlichen
Steuererklärungen müssten die Kantone und Gemeinden tausende neue Steuerbeamte
einstellen. Die steuerliche Benachteiligung verheirateter Paare («Heiratsstrafe») kann viel
einfacher und ohne bürokratische Individualbesteuerung beseitigt werden. Das hat die Mehrheit
der Kantone gezeigt. Warum soll ein bewährtes System in den Kantonen aufgegeben werden?
Vielmehr sollte der Bund sein Steuersystem analog den Kantonen anpassen. Die Schweiz soll
Familien stärken und keine Experimente an bewährten kantonalen Systemen durchführen.
Darum stimme ich am 8. März NEIN.

Fabio Iten
Kantonsrat und Fraktionschef Die Mitte Kanton Zug