„Kantone wollen die Individualbesteuerung nicht – 10 erhoben das Referendum
In der Vernehmlassung sprachen sich 21 Kantone (!) gegen die Einführung der
Individualbesteuerung aus. Sie können es beurteilen, sind sie doch die
Steuervollzugsbehörden auch für die Bundessteuer. Diese Kantone haben die steuerliche
Heiratsstrafe längst mittels Steuertarifanpassungen aufgehoben. Diese Heiratsstrafe
besteht größtenteils nur noch bei den Bundessteuern – die auch von den Kantonen
erhoben werden. Warum dann nicht auch so einfach wie bei den Kantonen die steuerliche
Heiratsstrafe beheben. Stattdessen müssten auch die Kantone für die Kantons- und
Gemeindesteuern dieses komplizierte und aufwändige System einführen und von
Ehepaaren zwei statt nur eine Steuererklärung verlangen. Ausgerechnet die Partei – die
FDP – puscht dieses komplizierte Steuersystem der Individualbesteuerung und gleichzeitig
schreiben sie in ihrem Parteiprogramm: «Bürokratie abbauen – wir kämpfen täglich für die
Freiheit der Lebensgestaltung.» Widersprüchlicher geht es nicht – warum kompliziert, wenn
es einfach geht. Zudem; wollen wir ein Heer von neuen Steuerbeamten einstellen und die
Staatsquote noch mehr erhöhen? Die Individualbesteuerung gehört im Sinne einer
Schnapsidee abgelehnt. Daher empfehle ich am 8. März 2026 ein deutliches Nein!“

Markus Risi, Oberwil b. Zug