Die wahren Heldinnen sind die nicht erwerbstätigen Mütter

Liebe Mütter, was seid ihr doch für starke Frauen! Viele von euch arbeiten, ziehen gleichzeitig die Kinder gross und versuchen, alles unter einen Hut zu bekommen. So wird es gesellschaftspolitisch gewünscht; ihr Frauen sollt dazu beitragen, dass nicht jährlich über 90’000 Menschen als Arbeitskräfte in unser Land strömen müssen, wie es Jahr für Jahr geschieht. Dafür bekommt ihr Kita-Gutscheine, Lob und Anerkennung. Diejenigen unter euch, die alleinerziehend sind, leisten zusätzliche Arbeit; ich bewundere euch zutiefst. Ich bin dankbar, dass es Beratungsstellen gibt und ihr hoffentlich alle Unterstützung bekommt, die möglich ist.

Einige von euch arbeiten aber nur in einem kleinen Pensum ausser Hauses – oder gar nicht. Ihr verstopft morgens und abends die Strassen nicht, überlastet nicht den ÖV, ihr bekommt keine Kita-Gutscheine und ihr bekommt weder Lob noch Anerkennung. Im Gegenteil, ihr werdet schräg angeguckt. Ihr habt vielleicht sogar zwei oder drei Kinder, arbeitet damit gegen die Überalterung im Land, das trotz unseres Reichtums lediglich eine Geburtenrate von 1,29 Kind pro Frau ausweist. Ihr seid meine wahren Heldinnen, weil ihr euch voll und ganz in die zukünftige Generation investiert. Jetzt wurde ein neues Steuergesetz gebastelt, das für euch so richtig nach hinten losgeht: Auch ihr dürft von einem nicht vorhandenen Einkommen 6000 Franken pro Kind abziehen! Dafür wird dann die Steuerrechnung teurer! Ist das nicht eine Frechheit? Ich bin eine von euch und ich werde Nein stimmen.

Helena Huber, Sursee