Gerade Familien mit Kindern sowie Alleinstehende des Mittelstandes im Kanton Zug sind mit hohen Lebenskosten finanziell schon sehr gefordert. Nun wird ihnen eine Steuerentlastung durch die Individualbesteuerung vorgegaukelt. Wahr ist jedoch, dass vor allem Doppelverdiener mit hohem Einkommen und wohlhabende Rentnerpaare von dieser Steuerreform profitieren. Auch vereinfacht sie das jetzige Steuersystem mitnichten. Im Kanton Zug müssten neu 30’000 zusätzliche Steuerdossiers ausgefüllt werden. Dafür würden der Kanton und die Einwohnergemeinden offensichtlich mehr Personal benötigen. Dies initiiert von der Partei, die bei jedem Anlass darauf hinweist, dass die Bürokratie nicht weiter ausgebaut werden darf und die Verwaltungen nicht noch mehr wachsen dürfen. Die Individualbesteuerung ist ganz klar entlarvt als ein Bürokratiemonster, das unter dem Deckmantel der Gleichstellung der Frau daherkommt. Und wer bezahlt schlussendlich diese asoziale und ungerechte Vorlage? Genau, einmal mehr der Mittelstand, Familien mit Kindern und Alleinstehende, die jetzt schon jeden Franken in ihrem Portemonnaie umdrehen müssen. Die Individualbesteuerung schafft nur neue Missstände. Deshalb stimme ich Nein zur Individualbesteuerung.

Christine Blättler-Müller, Gemeinderätin Mitte, Cham