Da beisst sich die Katze in den Schwanz. Die Geburtenrate ist auf einem Allzeittief. Wer mehrere Kinder hat, möchte sie in den ersten Jahren vielleicht selber begleiten. Denn das ist spannend (und anstrengend), für die Kinder stärkend, aber altmodisch. Diese jungen Mütter oder Väter sollen nach Meinung der FDP und der SP arbeiten, denn Kinder im Alltag begleiten, ist Sache der Kita. Diesen Trend möchte die liberale FDP mit finanziellen Anreizen verstärken. Wer nicht spuren will, wird durch das neue Steuergesetz finanziell abgestraft. Wir haben noch nicht begriffen, warum die Ehe den Schutz des Staates braucht. Die Ehe ist immer noch die häufigste Form der Nachwuchsförderung. Der Staat ist darauf angewiesen, dass Kinder einer nächsten Generation wieder möglichst gut aufwachsen können, um später Verantwortung übernehmen zu können. Dass die FDP das Familienmodell vorschreiben möchte, ist zutiefst illiberal und kurzsichtig.

Rita und Stephan Hegglin-Besmer, Zug