Wenn beide Ehepartner erwerbstätig sind, bezahlen sie deutlich mehr Bundessteuern als wenn sie als Ledige besteuert würden. Diese Ungerechtigkeit gehört abgeschafft! Aber sicher nicht mit dem komplizierten und aufwändigen System der Individualbesteuerung. Zudem schafft die Individualbesteuerung neue Ungerechtigkeiten. Das will ich nicht. Ich will auch nicht zusätzliche Steuererklärungen ausfüllen müssen, welche die Steuerverwaltung mit zusätzlichem Personal prüfen muss. Wir sprechen hier von 30’000 zusätzlichen Steuerdossiers und CHF 2 Mio. höheren Personalkosten bei der kantonalen Verwaltung – notabene nur schon für den Kanton Zug. Hinzu kommt, dass alle Kantone ihr gut funktionierendes Steuersystem anpassen müssten. Die Heiratsstrafe muss weg, da sind sich alle einig. Warum kompliziert, wenn’s einfacher geht: Das Splitting-Modell wäre die elegante Lösung, dazu mit einer Anpassung des Tarifs – und das Ganze innerhalb unseres bewährten Steuersystems. Übrigens kennt der Kanton Zug in seinem Kantonssteuertarif keine Heiratsstrafe: Einfach gelöst mit einem klugen Steuertarif und nicht mit einer komplizierten undaufwändigen Individualbesteuerung. Darum sage ich am 8. März NEIN zum System der Individualbesteuerung!
Heinz Achermann, Die Mitte Hünenberg
