Was uns als «Steuergerechtigkeits-Initiative» verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als das, was sie wirklich ist: ein bürokratisches Monster mit verheerenden Folgen für Familien und den Mittelstand. Die Individualbesteuerung führt zu mehr Formularen, höheren Verwaltungskosten und einer teuren Systemumstellung. Und wer bezahlt’s? Der Mittelstand und Familien. Ehepaare mit nur einem Einkommen oder mit stark unterschiedlichen Einkommen würden deutlich höher besteuert als Paare mit zwei ähnlichen Einkommen. Gutverdienende Doppelverdiener-Haushalte würden dagegen profitieren. Das schafft neue Ungerechtigkeiten, aber definitiv keine Fairness. Was wir aber brauchen, sind gezielte Entlastungen für Familien und faire Rahmenbedingungen. Dieser Systemwechsel ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Darum sage ich klar Nein zur Individualbesteuerung.

Manuela Käch, Kantonsrätin Mitte, Cham