Die Individualbesteuerung ist nur auf den ersten Blick eine nationale Angelegenheit. Gleich zehn Kantone haben das erst zweite Kantonsreferendum der Geschichte gemeinsam ergriffen – ein starkes Zeichen für die föderale Bedeutung dieser Frage. Mit der Einführung der Individualbesteuerung müsste nicht nur der Bund, sondern alle Kantone ihr komplettes Steuergesetz fundamental anpassen. Die Kantone haben längst gezeigt, dass die sogenannte Heiratsstrafe einfacher und gezielt korrigiert werden kann, ohne das gesamte System umzustellen und ohne neue Ungerechtigkeiten zu schaffen. Im Kanton Zug werden jährlich rund 30’000 Steuerdossiers von gemeinsam veranlagten Personen bearbeitet. Mit der Individualbesteuerung würde sich die Zahl der entsprechenden Veranlagungs- und Bezugsverfahren verdoppeln. Ein Schildbürgerstreich, wenn man auf eine effiziente Verwaltung und weniger Staat setzen will. Das hat offensichtlich auch die Zuger FDP gemerkt und empfiehlt ihnen zusammen mit uns von der Mitte und der SVP ein klares Nein. Unser Kanton Zug setzt auf effiziente, faire und transparente Steuern, deshalb nein zur Individualbesteuerung – zum Wohl der Familien, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sowie des Föderalismus.

Peter Rust, Präsident Mitte Kanton Zug, Walchwil